Pressemeldungen des bsm zur weiteren Verbreitung und Veröffentlichung


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CW- und Beschleunigungswerte in Excel

Februar 2006, Bundesverband Solare Mobilität e.V.  

                           Wie steigende Spritpreise uns kalt lassen können

Steigende Benzin- und Dieselpreise an deutschen Zapfsäulen sorgen bundesweit für z.T. heftige Diskussionen. Die aktuelle Preisentwicklung für Kraftstoffe kann jedoch auch Anlass sein, über die enormen Energieeinsparpotenziale beim eigenen Auto nachzudenken. Darauf macht der Bundesverband Solare Mobilität aufmerksam und verweist insbesondere auf alternative Antriebssysteme und Kraftstoffe, mit denen durch verminderten Primärenergieverbrauch auch aktiv Klimaschutz betrieben werden kann.

Der derzeitige Erdöl-Markt zeichnet sich vor allem durch kontinuierlich steigende Preise aus, bedingt durch eine Verknappung des Angebots und weltweit steigende Nachfrage. Dadurch wird der deutsche Verbraucher zukünftig nach wie vor keinerlei Einfluss auf die Preisgestaltung haben. Nichtsdestotrotz kann jeder Autofahrer den eigenen Energieverbrauch beeinflussen und damit letztlich auch die Kosten für die persönliche Mobilität senken und zum Klimaschutz beitragen.

"Bewusstes Autofahren setzt auf alternative Antriebskonzepte und erneuerbare Primärenergien," erklärt Roland Reichel, Vorsitzender des Bundesverbandes Solare Mobilität, und nennt konkrete Beispiele: "Generell kann man sagen, dass grosse Autos mehr Energie verbrauchen als kleine. Der Rollwiderstand hängt prinzipiell vom Gewicht und der Reifenqualität ab, der Luftwiderstand hängt von der Größe und der Bauform des Fahrzeugs ab. Beide Fahrtwiderstände sind naturgemäß bei kleinen leichten und windschnittigen Fahrzeugen geringer. Aber auch die Antriebsart bestimmt den Energieverbrauch. Elektroantriebe haben mit 60 bis 90 % die höchsten Wirkungsgrade, Diesel- und Pflanzenölmotore kommen auf Wirkungsgrade bis 40% und Benzinmotoren haben die schlechteste Energieausnutzung von 15 bis 35 %, jeweils gemessen vom Tanken bis zum Rad. Elektroantriebe haben noch zusätzlich die Vorteile der besseren Wirkungsgrade im Teillastbetrieb, der typisch für Stadtfahrten und Kurzstrecken ist. Gute Elektroantriebe können die Bremsenergie zurückgewinnen, was sich ebenfalls positiv auf die Abnutzung der
Bremsscheiben auswirkt."

Die Ergebnisse von fast 20jährigen Verbrauchsmessungen des bsm und kooperierender Gruppen zeigen, dass Elektrofahrzeuge konkurrenzlos niedrige Verbrauchswerte aufweisen. So verbraucht z.B. ein Citroen SAXO im Test immer unter 20 kWh pro 100 km, was energetisch besser ist, als ein 2 Liter-Auto. Aktuelle Leicht-Elektromobile begnügen sich mit rund 5 bis 6 kWh auf 100 km, was dem Energieinhalt von etwa 0,5 bis 0,6 Liter Sprit entspricht. Da mit Strom gefahren wird, können Elektrofahrzeuge alle erneuerbaren Primärenergiequellen, die in Strom umwandelbar sind, nutzen, wie z.B. die bereits erwähnten Sonne-, Wind- und Wasserkräfte.

Das Einsparpotenzial an Treibstoff, Schadstoffen und dem klimaschädlichen CO2 ist bei Verwendung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen am höchsten. Im Idealfall kann völlig abgasfrei gefahren werden, wenn nur Strom aus Sonnen-, Wind- und Wasserkraft verwendet wird.

Nähere Informationen zu Elektrofahrzeugen und "Solarer Mobilität" findet man im Internet unter www.solarmobil.net  den Internetseiten des Bundesverband Solare Mobilität e.V..

Der bsm stellt vom 21. bis 25.2. aktuelle Fahrzeuge auf der Solar Energy Messe in Berlin aus und veranstaltet einen workshop zu Elektroantrieben am 24.2. auf der Messe.

Der bsm hat einen Aufruf zu Elektroantrieben verfasst und bittet um ideelle Unterstützung durch Eintrag in die Unterstützerliste, siehe www.solarmobil.net/Aufruf . Hier findet man auch weitergehende Informationen zur solaren Mobilität auf dem Lande, dem Wasser und in der Luft, wie Grundlagenartikel, eine Liste aktuell erhältlicher Fahrzeuge, Stromtankstellen, das Modell des solaren Netzverbundes für Elektrofahrzeuge und mehr.

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Kontakt:
Bundesverband Solare Mobilität e.V.
Roland Reichel
Reifenberg 85
D 91365 Weilersbach
Fon 09194 8985, mobil 0177 56 43 451
Fax 09194 4262
e-mail bsm@solarmobil.net, Internet: www.solarmobil.net

DGS unterstützt Aufruf für Elektromobile
Teilnahme am Aufruf: TOMI ENGEL

Hintergrund des Aufrufs
Weltweit sind Elektroantriebe auch für Automobile und Zweiräder auf dem Vormarsch. Japan und China, Südkorea und Indien, aber auch die USA vollziehen dazu bereits entschiedene Schritte und werden in wenigen Jahren den Weltmarkt damit bestimmen.
Kombinierte Antriebe wie die Hybridtechnik sind z.B. mit dem Prius von Toyota bereits jetzt weltweit erfolgreich. Aus Indien kommt der batterieelektrische REVA. In Deutschland werden City El und TWIKE in Serie gefertigt. Kewet, Mega und Startlab sind heute bereits erhältlich.
Über 2000 E-Mobil-Fahrer beweisen in Deutschland die Funktionstüchtigkeit dieser emissionsfreien Antriebstechnologie. Immer sind die Autos ein Hingucker, und ihre Fahrer gelten als innovative Pioniere einer zukunftsfähigen Mobilität. Eisenbahn und Straßenbahn, S- und U-Bahnen fahren teilweise schon seit Jahrzehnten unangefochten mit sauberem Strom.

Rasant - sparsam - umweltfreundlich
 Der Elektromotor hat unbestreitbare Vorteile:
Sein hohes Drehmoment ermöglicht schon bei niedrigen Drehzahlen gute Beschleunigung und damit mehr Fahrspaß ohne lästiges Kuppeln und Schalten.
Mit typischen Wirkungsgraden bis 90 Prozent ist er dem Verbrennungsmotor weit überlegen, und zudem ist der Elektroantrieb von Haus aus leise.
Durch die Möglichkeit der Energierückgewinnung beim Bremsen kann der Energieverbrauch um 10 bis 15 Prozent zurückgehen, und zudem werden die mechanischen Bremsen geschont.
Das E-Mobil ist effizient, sparsam und umweltfreundlich. Aktuelle Fahrzeuge in Leichtbauweise verbrauchen deutlich weniger als 10 kWh auf 100 km, in konventioneller Größe unter 20 kWh. Dies entspricht dem Energieinhalt von 1 bis 2 Litern fossilem Brennstoff, also deutlich weniger Verbrauch als selbst beim so genannten 3 Liter-Auto.
Das ist ein unschätzbarer Vorteil in Zeiten knapper und teurer werdenden Öls! Dadurch wird das Elektrofahrzeug immer konkurrenzfähiger. Erst mit diesem sauberen Antrieb lässt sich der steigende Beitrag des Individualverkehrs zum CO2-Ausstoß und damit zur Klimakatastrophe eindämmen. Ein wirklich sauberer Verkehr wird möglich!

Sauberer Strom aus erneuerbaren Energien
Damit E-Mobile nicht nur beim Betrieb, sondern auch bei der Erzeugung ihrer Elektrizität "Zero Emission Vehicles" sind, muss der Strom aus erneuerbaren Energiequellen kommen.
Wir treten für den "Solaren Netzverbund" ein: die Solaranlage auf dem Hausdach speist tagsüber ihren Strom ins Netz; nachts zu Schwachlastzeiten werden die Akkus geladen. Grundsätzlich soll der Strom aus erneuerbaren und nachhaltigen Energiequellen kommen.
Sonne, Wind, Wasserkraft, Bioenergie und Geothermie sind auf dem Erdball zu einem Vielfachen des Bedarfs vorhanden. Deshalb wenden wir uns auch gegen den Bau neuer fossiler Kraftwerke und fordern, die Mittel so schnell wie möglich zum Auf- und Ausbau einer möglichst vollständig regenerativen Energieversorgung einzusetzen.
  
Forschung und Entwicklung
Notwendig ist es auch, verstärkt FuE für die Elektromobilität zu betreiben, bei Autoherstellern wie in der öffentlich geförderten Forschung. Dies gilt insbesondere für die Batterietechnik, wo rasante Fortschritte bei kleinen Lithium-Akkus die Computer, Camcorder, Handys und mobilen Werkzeuge bereits stark verändert haben. Die Akkus werden kleiner und leichter bei höherer Energiedichte.
Für die Mobilitätsbedürfnisse in der Stadt ebenso wie auf dem Land reicht die heutige Batterietechnik bereits eingeschränkt aus - eine große Leistung unseres innovativen Mittelstandes, der insgesamt zur Entwicklung der Elektromobilität entscheidendes beiträgt.
Für eine stärkere Verbreitung von zwei-, drei- und vierrädrigen Fahrzeugen müssen leistungsfähigere und leichtere Akkus zu günstigen Preisen zur Verfügung stehen. Hier bedarf es einer zügigen Umsetzung bereits erzielter Forschungserfolge und einer konsequenten Massenfertigung und Erprobung großer Lithium-Akkus für Fahrzeuge.
Nicht nur auf dem Land, auch bei Wasserfahrzeugen leistet der elektrische Antrieb unschätzbare Dienste für die Geräuscharmut und den aktiven Gewässerschutz. In der Freizeitmobilität auf dem Wasser reicht auf den Booten ein Solardach für die benötigte Antriebsleistung aus und ermöglicht für alle Beteiligten optimalen Erholungswert.

Es geht um die Zukunft der Autoindustrie
Entscheidend aber ist der technologische Umbruch in der Antriebstechnik für die Automobilindustrie. Diese große Branche, die ein Siebtel unserer inländischen Arbeitsplätze stellt und maßgeblich zu den Exporterfolgen beiträgt, würde ihre Existenz aufs Spiel setzen, wenn sie die Zeichen der Zeit nicht erkennt und die Umstellung auf den Elektroantrieb versäumt. Für die Arbeitnehmer besteht hier eine unmittelbare Gefahr.
Warnende Beispiele liefert die Fernsehbranche mit Herstellern, die sich nicht rechtzeitig auf die Flachbildschirme umgestellt haben, ebenso wie die Kamera- und Filmhersteller, die die Digitaltechnik verpasst haben. Solche Unternehmen verschwinden einfach vom Markt.
Der Elektroantrieb verringert nicht nur die Lärmbelastung, sondern beseitigt zudem genauso die Ursachen für Sommersmog, Russpartikel, Feinstaub und viele andere Schadstoffe, die unser aller Gesundheit, Umwelt und Klima schädigen. Nur mit dem Elektroantrieb lassen sich praktisch alle erneuerbaren Energien auch für die individuelle Mobilität nutzen.

Rahmenbedingungen setzen!
Die Politik muss ihren Beitrag zu einer zukunftsfähigen Mobilität leisten, indem sie die notwendigen Rahmenbedingungen schafft. Die Instrumente sind alle vorhanden: vom kalifornischen „Clean Air Act“, der den Flottenherstellern einen steigenden Anteil an Zero Emission Vehicles vorschreibt, über bevorrechtigte Fahrspuren und Parkplätze mit Stromtankstellen, die City-Maut mit Ausnahmen für emissionsfreie, saubere Fahrzeuge bis hin zu „Blauen Zonen“, die nur von solchen emissionsfreien Fahrzeugen befahren werden dürfen.
Die technischen, wirtschaftlichen und gesetzlichen Möglichkeiten für eine Lösung unserer Verkehrs- und Treibstoffprobleme sind vorhanden – nun müssen sie nur noch genutzt werden!

Unsere Forderung
Wir fordern deshalb Wirtschaft und Politik, Großindustrie und Mittelstand, Autofahrer und Bürger, die eine gesunde Umwelt und keine Klimakatastrophe wollen, dazu auf, rechtzeitig die Weichen für das Elektromobil zu stellen.
Wir sehen große Chancen für die Wirtschaft bei der Herstellung solch neuer  Fahrzeuggenerationen und der damit zusammenhängenden Systeme. Werden die politischen Rahmenbedingungen bestimmt, liefert die Wirtschaft attraktive Fahrzeuge, und dann werden auch die Verbraucher solche Fahrzeuge kaufen und fahren.

Resümee:     
Die Autos der Zukunft fahren solar - oder gar nicht!   akt

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